AKTUELLE AUSGABE

BauSV 2/2025


Bauschäden

 

Ingo Kern, Andreas Jurgeleit

Bio-logischer Fehler: das selbstkompostierende Flachdach

Von dauerhaft zu dauerfeucht


Die Welt, die Menschen und voll gedämmte, unbelüftete Holzflachdächer sind komplizierte Angelegenheiten. Ihr Zusammenwirken und die Wechselbeziehungen sind oft sogar ganz außerordentlich unübersichtlich. Deshalb wäre es verächtlich, wenn man anderen vormachen wollte, die Bauweise lasse sich mit wenig Aufwand leicht verstehen und deren Herstellung ohne gedankliche Mühen und handwerkliche Risiken meistern.

Das ist falsch und wer es glaubt, zählt auf Dauer eher zu den Verlierern. Einfach zu meinen, die Lage solle anders sein, als man selbst meint, reicht aus naheliegenden Gründen nicht aus. Man muss über aktuelle Urteile sprechen und Veränderungen sollte man einfach mal ernst nehmen. Erste Voraussetzung dafür: Fachwissen. Das liegt doch für vernünftige Menschen auf der Hand, oder? Zur intellektuellen Aufhellung und einen schärferen Blick auf die Konsequenzen sollen nachfolgende technische und juristische Ausführungen dienen.

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Wolfram Steinhäuser

Bleibende Resteindrücke, Blasen und Beulen in elastischen Bodenbelägen

– ein vermeidbares Ärgernis


Die Arretierung von elastischen Bodenbelägen auf Fußbodenuntergründen erfolgt in erster Linie durch eine vollflächige und feste Verklebung. Bei der vollflächigen festen Klebung müssen die eingesetzten Klebstoffe eine feste und dauerhafte Verbindung zwischen den elastischen Bodenbelägen und dem Fußbodenuntergrund gewährleisten. Bleibende Resteindrücke, Blasen und Beulen sind die häufigsten und typischsten Schäden bei verlegten elastischen Bodenbelägen. Dabei lässt sich dieses Ärgernis durch fachgerechte Ausführung der Bodenbelagsarbeiten und die richtige Planung vermeiden.

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Bautechnik

 

Pia Haun

Monitoring in der Nutzungsphase, insbesondere im Holzbau

Ausgangssituation und Intention

 

Die Errichtung von Gebäuden in Holzbauweise nimmt seit Jahren stark zu, mit einer Quote von über 21% im Jahr 2022. Unterschiedliche Gründe machen den Holzbau attraktiv, wie Holz ist ein natürlicher, nachwachsender Baustoff, ein regional verfügbarer Baustoff, ideal für vorgefertigte Bauteile und vielseitig einsetzbar.

Nachteilig ist, dass Holz und Holzwerkstoffe feuchteempfindlich sind. Der zunehmende Anteil an Holzbauten führt unweigerlich zu einem entsprechenden Anstieg der Summe an Feuchte- und Folgeschäden bei diesen Gebäudetypen, die im Vergleich zu Massivbauten gravierend sein können.

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Experteninterview

Heike Böhmer, Günther Schalk

Interview: Neue Regeln – alte Pflichten


Dipl.-Ing. Heike Böhmer, Geschäftsführende Direktorin des Institut für Bauforschung e.V. Hannover (IFB), im Gespräch mit Prof. Dr. jur. Günther Schalk, u.a. Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht in der bundesweit tätigen Kanzlei TOPJUS Rechtsanwälte und Dozent und Trainer für Seminare, Fortbildungen und Schulungen für Bauunternehmen und Auftraggeber, über die Frage, ob man »Bauen neu denken« muss.

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Meinung

Rolf Lehmann

Steigt die Zahl der Asbesterkrankungen?


Kommentar zum Artikel »Gesundheitsrisiko Asbest. 30 Jahre Asbestverbot« von Martin Kessel und Gudrun Huneke, Experteninterview in »Bausachverständige«, Jg. 20, Nr. 5 (2024), S. 38–40.

In einem Interview mit dem VDI, abgedruckt in der Zeitschrift Bausachverständige, Ausgabe 5/2024, behauptet Dipl.-Ing. Martin Kessel, stellvertretender Vorsitzender im VDI-Fachbereich Bautechnik, dass sich in den vergangenen Jahren die Anzahl der Asbesttoten erhöht hat und sich aufgrund der Sanierung asbesthaltiger Gebäude weiter erhöhen wird.

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Baurecht

Klaus Englert, Florian Englert

Prüfungsfolge zur Klärung von geotechnischen Streitigkeiten

durch Sachverständige, Bauanwälte und Gerichte


Selbst geotechnisch versierte Sachverständige haben oft Mühe, Ursachen und Wirkungen im Geflecht von Baugrundgutachten, Bauplanung, Leistungsbeschreibung, Baumethode und dem »uneinsichtigen« Baugrund zu ergründen. Der Beitrag soll der Baurechtspraxis ein belastbares Prüfschema zur Beurteilung von Baustreitigkeiten mit Baugrundbezug an die Hand geben.

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Martin Schauer

Rettet den Sachverständigenbeweis!

Das Spruchmonopol und die Rolle der Sachverständigen


Der Sachverständigenbeweis gilt als zuverlässiges Beweismittel im Zivilprozess. Das herrschende rechtstheoretische Konzept sieht dabei die strikte Trennung der Beantwortung von Rechts- und Sachfragen vor. Die technische Entwicklung schreitet derweil in einem Tempo voran, dass bei komplexen Sachverhalten gerichtliche Entscheidungen regelmäßig den Ergebnissen der Sachverständigengutachten folgen.

Dies führt zum Vorwurf der Kompetenzüberschreitung zulasten des Rechts und kann Befangenheitsanträge auslösen, wenn Sachverständige in Rechtsangelegenheiten eingebettete Sachfragen beantworten. Zusätzlich belasten unterschiedliche Absichten und Ansichten zur Einordnung technischer Regeln das Zusammenspiel von Technik und Recht. Wie kann mit diesem Dilemma umgegangen werden?

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Martina Pfister-Luz

Juristische Grundkenntnisse von Sachverständigen

Sachverständige im Bauprozess


Dieser Beitrag beleuchtet die Frage, über welche juristischen Grundkenntnisse Sachverständige im Handwerk verfügen sollten, insbesondere aus der Perspektive der gerichtlichen Tätigkeit in einer Kammer für Bausachen. Sachverständige im Handwerk übernehmen eine zentrale Rolle bei technischen Streitfragen, sowohl in gerichtlichen Verfahren als auch im Bereich privater Beauftragungen. Die Tätigkeit des Sachverständigen erfordert jedoch nicht nur fachliche Expertise, sondern auch ein grundlegendes Verständnis relevanter rechtlicher Vorgaben.

Es wird argumentiert, dass die Kenntnis der einschlägigen Normen der Zivilprozessordnung unabdingbar ist, jedoch nicht ausreicht, um den komplexen Anforderungen gerecht zu werden. Neben einer soliden Kenntnis über die Rechte und Pflichten von Sachverständigen sollten diese auch über Grundkenntnisse im Zivilprozessrecht, Zivilrecht und Vergütungsrecht verfügen, um Haftungsrisiken und Fehler im Verfahren zu minimieren.

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Rechtsprechungsreport

Eva-Martina Meyer-Postelt

Bauvertragsrecht | Architektenrecht | Sachverständigenrecht

Gegenanträge im Beweisverfahren – zulässig?


Gegenanträge sind im selbständigen Beweisverfahren nur zulässig, wenn sie rechtzeitig gestellt werden und nicht zu einer wesentlichen Verzögerung des Verfahrens führen.

OLG Karlsruhe, Beschluss vom 16.04.2024 – 8 W 7/24

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BauSV 2/2025


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